Wenn man was daneben geht …

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… schreibt man eigentlich nicht darüber. Meisten landen diese Ergebnisse in der UFO-Ecke (UnFertigeObjekte) in der stillen Hoffnung, doch irgend einen schönen Tages damit etwas anfangen zu können. Oder gleich in Ablage P.

Mein heutiges Sonntagsprojekt ist so ein Fall und hat es trotzdem in meinen Blog geschafft. Denn ich finde, man sollte ruhig mal auch über Fehlversuche schreiben und sie zeigen.

Mir geisterte nämlich schon lange die Idee im Kopf herum. Efcolor, mit dem man normalerweise superschöne Schmuckstücke gestalten kann, auf einem Bild zu verarbeiten.

Nun ist es so, dass Efcolor ja ein Farbschmelzpulver ist, das bei 180°C im Backofen geschmolzen wird. Mir stellte sich die Frage: Wie verhält sich die IZINK Pigment Tinte, mit der ich malen wollte, bei diesen Temperaturen?

Eins vorne weg: IZINK Pigment Tinte hat mit dieser Temperatur keine Probleme gehabt. Aber…

Ach, seht selber:

Efcolorbild_Material

Efcolorbild_Step1

Besoffene Fliege krabbelt über ein Blatt

Diese Art zu Malen habe ich schon als Kind sehr geliebt. Mir gefiel die Vorstellung, das eine angeheiterte Fliege über mein Blatt torkelt. In echt bin ich es mit meinem Bleistift, die die munteren Kurven auf Malpappe gezeichnet hat.

Efcolorbild_Step2

Mit einem Pinsel, Wasser und natürlich mit der Pigmenttinte habe ich die dann die Flächen ausgemalt. Das ist sehr entspannend und meditativ. Vor allem dann, wenn man sich nur auf wenige Farben beschränkt. Für die helleren Stellen habe ich einfach mehr Wasser genommen. Hier macht die Pigmenttinte ihren Namen alle Ehre, denn auch bei starker Verdünnung ist noch genug Farbe zum Malen da.

Anschließend habe ich noch mit der IZINK 3D Paste und Noppenfolie (was würde ich eigentlich ohne sie machen?) das Bild texturiert.

Mit verdünnter weißer Pigment-Tinte in einer Sprühflasche und alter Spitze habe ich wellenartige Akzente gesetzt.

Efcolorbild_Step3

Bis jetzt ist ja noch alles recht normal gewesen. Nun habe ich meine Schablone (eine Eigenproduktion) auf das Bild gelegt. Teile des Schablonenmotivs habe ich mit etwas Papier abgedeckt. Jetzt gleichmäßig gerade von oben das Efcolor aufstreuen – ruhig ganz dick.

Efcolorbild_Step4

Papier und Schablone vorsichtig abheben und das Bild ebenso vorsichtig in den Backofen legen. Was soll ich sagen: Das Efcolor ist prima geschmolzen, die Farben unverändert. Nur dummerweise hat sich die Leinwand von der Pappe gelöst und sich hochgewölbt. Nach dem Auskühlen verringerte sich zwar die Wölbung, aber glatt ist anders.

Was nun?

Efcolorbild_Step5

Ich habe trotzdem weitergemacht und zwar bis ganz zum Ende, weil ich denke, dass die Idee grundsätzlich nicht schlecht ist.

So bestreute ich das Bild ein zweites Mal Efcolor und auch dieses härtete ich im Backofen.  Dadurch das die Schablone nicht mehr so ganz plan auflag, wurde dieses Motiv nicht so ganz randscharf.

Efcolorbild_Ergebnis

Mit einem weißen Marker habe ich dann die Linien nachgezogen, Fische, eine Sonne und Wolken entdeckt.

Mein Fazit: Ich habe mir von dem Efcolor mehr Reliefwirkung erhofft. Aber der Leinenuntergrund hat das verhindert. Trotzdem denke ich, dass ich diesen Ansatz mit anderen, glatteren Hintergründen, die nicht auf Hitze reagieren,  weiter verfolgen werde.

 

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