Creative World 2019: Öko-Farben

Auch in diesem Beitrag geht es um Trends, die mir auf der Creative World aufgefallen sind. Wie immer der Hinweis, dass das, was ich hier zeige als Werbung aufgefasst werden könnte.

Also hereinspaziert und herzlich willkommen in meinen „Werbe-Zirkus“ – ich präsentiere euch:

Öko-Farben

Auch bei den Farben scheint der Trend in Richtung Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu gehen. Gleich als Erstes ist mir bei efco die Dekofarbe auf Leinölbasis von IZINK aufgefallen. Diese gibt es in 18 Farben und sie besteht zu 80 % aus natürlichen Zutaten. Entschuldigt bitte die Fotoqualität, aber meine Handykamera *seufz*…

Wie sich die Farben vermalen lassen und wie sie auf den verschiedenen Untergründen wirken, werden ich in den nächsten Wochen mal ausprobieren. Also bleibt neugierig, da kommt noch etwas.

Wusstet Ihr, dass man Tinte aus natürlichen Zutaten selber machen kann?

So ähnlich haben das auch einige andere gesehen. Hier seht ihr Beipiele mit Sepiatinte und Walnusstinte. Ich finde das ein ganz spannendes Thema zumal ich selber schon Tinte aus Pflanzen (z. B. Klatschmohnblätter) gewonnen habe.

Tinte selbstgemacht – ein Rezept:

Wenn ihr jetzt neugierig geworden seid und selber mal Tinte machen möchtet besorgt euch z. B. frischen Rotkohl oder frische Rote Bete. Es gehen auch Blütenblätter. Darüber hinaus gibt es sogenannte Färberpflanzen, die ganz besonders viel Farbstoff abgeben.

Raspelt die Rote Bete (vorsicht – färbt schon ganz dolle) oder schneidet etwas Rotkohl klein. Vom Rest macht ihr lecker Sauerbraten mit Rotkkohl ;-).

Ein Mörser mit Stößel ist das einzige Werkzeug, das ihr nun benötigt. Mit diesen zermatscht ihr jetzt den Rotkohl oder die Rote Bete. Der daraus entstehende Saft ist nämlich schon eure Tinte. Die Maische gebt ihr in ein sauberes Baumwolltuch und drückt den Saft über eine Schale aus.

Pinsel eintunken und losmalen. Aber halt, das war noch nicht alles, was ihr damit machen könnt. Vermischt einen Teil der Farbe mit einigen Tropfen Zitronenöl. Ihr werdet sehen, dass sich der Farbton ändert. Ähnliches passiert, wenn ihr reine Holzasche untermischt.

Die Tinte kann in kleine Gläschen abgefüllt werden. So ist sie allerdings nicht unbedingt lichtecht. Etwas Gummi arabicum macht sie wischfest und auch unempfindlicher gegen Licht. Haltbarer wird sie mit etwas Lavendel- oder Nelkenöl. Diese Art von Tinte nennt man übrigens Safttinte.

Hmm – ich merke gerade, dass ich diesem Thema mal den ein oder anderen gesonderten Beitrag widmen muss, ich kann kauf aufhören zu schreiben. Es macht aber auch riesig viel Spaß und geht ganz leicht, Farben selber herzustellen.

Wolle selber färben

Genau das Prinzip mit Pflanzen Dinge einzufärben, ist das Erfolgsgeheimnis von den neuen „Lieblingsfarben“ von myboshi. Die Jungs bringen im April eine Produktserie auf den Markt, mit dem man seine ganz individuelle Wolle – in dem Fall die myboshi-Wolle färben kann.

Mit diesem Produkt hat myboshi auch den ersten Platz beim Creative Impulse Award in der Kategorie „Kreativprodukt des Jahres“ gewonnen.

Die verwendeten Färberpflanzen sind: Kurkuma, Krappwurz, Berberitze, Birke, Granatapfel und Blauholz. Wie die in etwa aussehen seht ihr am rechten Rand des kleinen Flyers hier oben.

Ausgezeichneter nachhaltiger Textmarker

Auch Edding hat einen Preis erhalten. Der jedoch wurde nicht von der Messe verliehen. Die edding 24 EcoLine Highlighter wurden mit dem Blauen Engel ausgezeichnet. Kappe und Schaft bestehen zu mindestens 90 % aus nachwachsenden Rohstoffen wie Zuckerrohr. Die Tinte ist auf Wasserbasis und nachfüllbar.

Ich bin ehrlich – ich finde es eigentlich viel zu spät, dass die Kreativbranche Nachhaltigkeit und Umweltschutz entdeckt. Auch verpackungstechnisch ist da noch viel, viel mehr möglich. Nicht jede Perle muss vereinzelt verpackt sein. Wieviel praktischer wäre es, wenn man von dem Bastelmaterial nur die Menge kaufen kann, die man wirklich benötigt.

Da geht der Hobbyshop Rüther in Berlin übrigens einen tollen Weg:



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