Ausprobiert: Acrylfarbe IZINK Nature

Die Acrylfarbe IZINK Nature von Aladine ist mir schon im Januar auf der Creative World 2019 in Frankfurt aufgefallen. Endlich konnte ich sie mal so richtig ausprobieren.

Nachfolgend möchte ich euch meine ersten Erfahrungen damit schildern und euch erzählen warum ich frisch verliebt bin. Außerdem habe ich einige interessante Verarbeitungtipps für euch.

Bevor ich mit dem Malen anfange, sieht es immer noch recht ordenlich aus 🙂

Was ist „nature“ an dieser Acrylfarbe?

IZINK nature ist laut Herstellerangaben eine kasein- und Dekofarbe auf Basis natürlicher Öle. Die Farbe wird in Farbbeuteln angeboten, die sich fast rückstandsfrei entleeren lassen. Das ist nicht nur praktisch. Es erleichtert das Recycling und reduziert auch den Verpackungsmüll.

Die Basis der Farbe besteht zu 80% aus natürlichen Inhaltsstoffen.

Zusammensetzung
  • Öle: Rizinus-, Sonnenblumen-, Hanföl
  • Zellulose
  • Kasein (Hauptbestandteil des Milcheiweißes)
  • Kiefernharz
  • Wasser
  • Calciumkarbonat
  • Kaolin (weiße Tonerde)
  • Farbpigmente und Konservierungsmittel (nicht natürlich = künstlich)

Mein erster Eindruck…

… nach dem Öffnen des Verschlusses war der mir so vertraute Duft nach Leinöl. Ich bin in einer Maler- und Lackiererwerkstatt praktisch aufgewachsen und die meisten Farbdüfte lösen bei mir immer ein wohliges Gefühl aus. Meine Liebe für jede Form der Farbe stammt sicherlich auch aus dieser Zeit.

Aber nicht nur der Duft erinnert an Ölfarbe, auch die Konsistenz ist wunderbar cremig wie Ölfarbe. Einzig die helleren Farbtone wie weiß (blanc) oder eisblau (bleu glacier) sind etwas bröckelig. Vermutlich ist in den hellen Farben eben mehr Kalk (Calciumkarbonat) oder Kaolin. Mich stört es nicht besonders – es lässt sich prima ausstreichen.

Zugegebenermaßen war ich skeptisch, was die Deckkraft von IZINK nature angeht. Daher habe ich auch erstmal wieder wieder Farbflächen auf meinem Keilrahmen angelegt und diese immer wieder übermalt. Sehr selber. Die Farbe hat genau die Menge an Deckkraft, mit der es Spaß macht zu malen. Verdünnen geht ja immer ;-).

Versuche auf verschiedenen Untergründen

IZINK nature wird in erster Linie als Deko-Farbe angeworben. Tatsächlich finde ich aber, dass diese Farbe sich wunderbar für MalerInnen eignet, die keine Zeit haben, sich eigene Naturfarben herzustellen (ein Thema, das mich nach wie vor fasziniert, aber ich hatte einfach noch keine Zeit für einen Selbstversuch) aber nicht mit den handelsüblichen vollsynthetischen Acrylfarben malen möchten.

Ich habe auf Leinwand, Malpappe und „Alt“-Holz gearbeitet. Während ich auf Leinwand und Malpappe mit vielen verschiedenen Schichten gemalt habe, habe ich auf der Holzkiste mit verdünnten, lasierenden Farben gemalt (das Seepferdchen). Selbst stark verdünnt ist die Pigmentierung noch ganz ordentlich.

Ach ja, das Seepferdchen ist ein Motiv aus dem Happy-Painting-Club. Kann ich euch ebenfalls nur empfehlen!

Das ist das fertige Bild: „Schmerz“

Fazit

Schon nach kurzer Zeit habe ich mich in die Farbe regelrecht verliebt. Der Duft, die Konsistenz, der Auftrag – alles das ist bestens dazu geeignet beim Malen richtig Spaß zu bekommen. Die Farbe ist sehr ergiebig. Die relativ kleinen Verpackung (80ml) ist sehr handlich und die Farbe wird dadurch einfach auch nicht so alt. IZINK nature trocknet ganz leicht seidenmatt auf. Die Bilder haben einen wunderbar sanften Schimmer.

Sie lässt sich prima mit Pinsel und Spachtel verarbeiten. Aber ich denke, dass alle diejenigen begeistert sein werden, die wie ich gerne mit den Fingern malen. Es fühlt sich besser an und die Farbe lässt sich im Vergleich zu herkömmlichen Acrylfarben mit etwas Seife restlos abwaschen (ohne Zuhilfenahme einer Bürste oder eines rauen Schwamms). Und die Haut trocknet nicht so aus.

Ich gebe meistens die Farbkleckse auf eine Pappe und nehme sie von dort auf. Aber man kann sie auch gut direkt auf den Pinsel oder den Spachtel portionieren.

Leider ist die Farbpalette eingeschränkt. Es fehlt mir ein klares Rot, dass sich leider auch nicht mit dem erhältlichen dunklem Pink in Kombination mit dem Zitronengelb mischen lässt. Das Zitronengelb ist zu pudrig. Aber, das kann ja auch eine Herausforderung sein ;-).

Einige Tipps

  • Wer den Duft nach Leinöl nicht so mag, sollte die Arbeiten nicht im Wohnraum trocknen lassen. Nach ein paar Tage verfliegt der Geruch.
  • Die verwendeten Pinsel lassen sich am Besten mit ein paar Spitzer Spülmittel reinigen. Das löst nicht nur die tiefsitzenden Farbreste im Pinsel sondern verhindert auch, dass sich die Pinsel danach fettig (wegen der Öle) anfühlen.
  • Da die Farbe auf Dekoobjekten nicht wetterfest ist, sollte man sie entweder noch mal mit einem Klarlack schützen oder auf den Außeneinsatz ganz verzichten.
Diese Grafik könnt ihr gerne auf Pinterest teilen 🙂
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