Ausprobiert: Alkoholtinten von Pentart

So, da bin ich wieder. Jetzt kommt erstmal ein Hinweis: Dies ist keine Werbung. Also Mitglied des noch recht jungen Design-Teams von Pentart Deutschland stelle ich hier in meinem Blog immer mal wieder Produkte von Pentart vor.

Ich probiere sie aus und berichte von meinen Erfahrungen. Meine Meinung zu den Produkten ist jedoch weitestgehend unbeeinflusst :-).

Da ich noch nie mit Alkoholtinten gearbeitet habe, ist dieser Beitrag quasi wie ein Jungfernflug – viel Spaß damit.

Das Material

Wenn ich ein neues Material ausprobiere, schnappe ich mir erst mal alles, was die Werkstatt hergibt, von dem ich denke, das ich das mit Alkoholtinten testen kann.

  • Yupo-Papier – hier wird es Media Ink Pad genannt. Das Papier ist extrem glatt, saugt garnicht und ist sehr schwer – 525 gr.
  • Airplac foam board creative: Das ist eine vielseitig benutzbare Leichtstoffplatte, die ca. 5 mm dick ist. Sie lässt sich prima in Form schneiden, so dass auch mal andere Formate oder Formen mit Alkoholtinten bearbeitet werden können. Sie eignet sich auch bestens für Pouring-Projekte.
  • Tyvek® – DuPont™ : Gibt es in drei verschiedenen Ausführungen. Hier habe ich Tyvek® – DuPont™, hart ungenadelt verarbeitet.
  • Schlichte mattweiße Küchenkacheln.
  • Und natürlich die Pentart media ink Alkoholtinten

Das Isopropanol, das ihr hier auf dem Foto seht, ist nicht so ganz das Richtige zum Verdünnen. Er ist nur 70%ig und das ist zu wenig. Das richtige Isopropanol ist 99,9%ig. Der 70%ige eignet sich jedoch ganz gut, wenn man mit sehr zarten Farben arbeiten möchte. Ich habe hier mit Diluent Verdünner von Pentart gearbeitet.

Die hier verlinkten Shops gehören mir persönlich bekannten, guten Freundinnen, die ich mit der Verlinkung unterstützen möchte. Selbstredend, dass ich für diese Links kein Geld oder sonstiges erhalte. Unterstützt doch auch die kleineren Online-Händler!

So – jetzt aber …

Mein erster, noch recht zarghafter Versuch mit den Alkoholtinten von Pentart. Die Brillanz der Farben ist das erste, das mir positiv aufgefallen ist. Es macht Spaß, zu beobachten, wie die Farben verlaufen und sich gegenseitig verdrängen. Mit einem normalen Haartrockner lässt sich die Reaktion noch beeinflussen – so kann man die Farbe vor sich her treiben oder auch den Verlauf verhindern.

Wichtige Hinweise

Da der Alkohol leicht entzündlich ist, sollte mit dem Haartrockner auf niedrigster Stufe mit ausreichend Abstand gearbeitet werden. Achtet auch auf gute Lüftung. Gerade Menschen mit empfindlichen Lungen sollten öfter eine Pause einlegen und nicht zu lange damit arbeiten. Ich selber bin Asthmatikerin. Nach gut 3 Stunden herumprobieren habe ich das doch gemerkt. Nicht schlimm – aber eine Pause war sehr nützlich.

Alkoholtinte auf Yupo-Papier

Da, wie ich oben schon erwähnt haben, das Yupo-Papier sehr glatt ist, fließen die Tinten auch super gut. So gut, dass ich beim Schwenken des Papiers aufpassen musste, dass die Tinte nicht über den Rand läuft. Von den einfachen Farbverläufen, die ich zu Beginn ausprobiert habe, ist nicht mehr viel zu sehen, da jeder später hineingegebene Tintentropfen, die vorhandenen Tinte verdrängt. Dadurch kann man recht gut Zellen gestalten, mit denen sich später gut weiterarbeiten lässt.

Sogar, wenn die Tinte leicht angetrocknet ist, lässt sie sich mit mit frischer Tinte wieder anlösen. Dann entstehen sogar interessante Strukturen.

Hier ein Video, in dem sehr gut zusehen ist, wie ein Farbverlauf entsteht. Hier wurd Pentart media ink gegen Ranger Adirondack Alcohol Ink getestet:

Alkoholtinte auf Leichtstoffplatte

Hier habe ich direkt auf die Leichtstoffplatte gearbeitet. Der zarte Hintergrund ist mit dem Isopropanol 70%ig entstanden. Hier mein geliebtes Mohnmotiv und ich habe versucht, die Tinten richtig ans Laufen zu bekommen. Ist aber ncht so ganz gelungen. Es ist deutlich schwieriger als z. B. mit Aquarellfarbe.

Auf der Leichtstoffplatte „griseln“ die dickeren Farbschichten etwas. Mich stört es weniger, da ich Strukturen ohnehin gerne habe.

Alkoholtinten auf Tyvek® – DuPont™

Das Verhalten der Alkoholtinten von Pentart auf Tyvek® hat mich überrascht. Ich hätte nämlich nie gedacht, dass Tyvek® so saugfähig ist. Entsprechend wirkt ist die Farbe sehr pastellig und auch der Verlauf ist nicht so intensiv. Dafür kommen nach dem Trocknen interessante Muster durch die Tyvek® -Struktur zur Wirkung und das Tyvek® ist komplett durchgefärbt. Da ich immer schon mal gerne mit selbstgestalteten Tyvek® nähen wollte, werden wohl hier die Alkoholtinten das Mittel der Wahl werden.

Alkoholtinten auf Keramikkacheln

Wir stecken mitten in der Sanierung eines Teils unserer über 100 Jahre alten Bauernhauses. Eine neue Küche ist das Ziel unserer Bemühungen. Logisch, dass ich die Pentart media ink auch auf den zukünftigen Küchenkacheln ausprobieren musste.

Diese Ergebnisse schlugen in Punkto Farbrillan alles, was ich bis zu diesem Moment ausprobiert hatte. Ich war hingerissen. Und habe spontan beschlossen, einige bunte Kacheln für meine neue Küche zu kreieren.

Übrigens: Alkoholtinten haften auch auf Glas und Porzellan. Das seht ihr in diesem Video.

Kann man mit Alkoholtinten bemalte Gegenstände spülen?

Sagen wir mal so – sie sind spritzwasserfest. Sie lassen sich auch mit einem feuchten Tuch abwaschen. Aber in die Spülmaschine würde ich sie nicht packen. Meine Kacheln habe ich übrigens mit einer dünnen Schicht Gießharz geschützt. Dass sollte für den Gebrauch in der Küche reichen.

Apropos Gießharz…

Ist Pentart media ink lichtecht?

Man liest ja immer wieder mal, dass man seine Alkoholtintenwerke vor Licht schützen sollte. Ich habe mal nachgefragt: Die Lichtechtheit von Pentart media ink liegt bei 4-5 auf einer Skala von 1-7.

Solange die Werke nicht tagtäglich dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt sind, müssen sich nicht weiter geschützt werden.

… meine Reste von den Kacheln habe ich ebenfalls mit Alkoholtinte beträufelt (im noch weichem Zustand). Interessant oder? Jetzt muss ich die Formen nur noch polieren und vielleicht den Hintergrund bemalen.

Sind Pentart media ink Alkoholtinten teuer?

Ganz klar: nein! Meine Preisrecherche hat ergeben, dass sie bis zu 50% preiswerter sind als die anderen angebotenen Alkoholtinten. Somit sind sie sowohl von der Qualität als auch vom Preis unschlagbar gut!

Hier findet ihr das gesamte Angebot

Mein Fazit:

Ich habe den Beitrag erst ca. zwei Monate nach meinem Probelauf geschrieben. Während des Schreibens ist mir aufgefallen, dass ich ja noch mal dieses und jenes mit den Alkoholtinten ausprobieren könnte. Vermutlich gibt es später noch mal einen zweiten Beitrag.

Insgesamt finde ich diese Tinten farblich toll. Man kann ganz leicht tolle Effekte erzielen, sollte aber niemals vergessen, dass zu jeder neuen Technik und zu jedem neuen Material auch etwas Übung gehört. Daher nicht verzagen, wenn die ersten Bilder nicht so werden, wie in den Youtube-Videos überall zu sehen ist. Diejenigen, die diese Videos gedreht haben, haben ja schon ganz viel Erfahrung.

Mein Tipp:

Probiert unbedingt die Metall- und Sondertöne aus. Diese vor Gebrauch gut schütteln!

Man kann wunderbar mit weißen oder schwarzen Finelinern darauf malen – überhaupt können Alkohol-Marker eine gute Ergänzung sein. Wer doodeln mag wird Alkoholtinten lieben!

Die Kombination Leichtstoffplatten und Alkoholtinten werden ich sicher noch mal aufgreifen – ich liebe es, wenn ich Formen frei definieren kann.

Ja und die Kacheln sprechen für sich. 😉

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