Ausprobiert: PappArt Paper Clay

Hier kommt mal wieder der obligatorische Hinweis auf Werbung (unbezahlt) die meines Erachtens keine ist. Ich habe ein wirklich tolles neues Material ausprobiert und schreibe darüber. Werben, das geht echt anders – aber so wat.

Viel Vergüngen bei der Entdeckung eines Materials das einfach nur Spaß macht und so dermaßen vielfältig ist, das ich ziemlich sicher bin, noch einen zweiten Beitrag zum PappArt Paper Clay zu schreiben.

Was ist Paper Clay?

Übersetzt heißt es Papier Ton und ist im Grunde Pappmache. Gebrauchsfertiges Pappmache ohne den lästigen Aufwand des Einweichens, Zerkleinerns, des Findens des richtigen Maßes an Wasser, Papier und Kleister und was man sonst noch alles so dort hineinpacken kann.

Mit anderen Worten: Aufmachen und loslegen!

Wo bekomme ich PappArt Paper Clay?

Hier könnt ihr PappArt Paper Clay bestellen. Es ist der Online-Shop meiner Freundin, die ich mit Freude unterstütze ohne etwas dafür zu erhalten.

Auch die efco-Fachhändler werden es ganz sicher führen. Fragt doch beim regionalen Händler einfach mal nach.

PappArt Paper Clay bekommt ihr in einem 900 g Eimerchen und diese Menge braucht ihr auch – mindestens. Denn einmal mit dem Modellieren losgelegt, möchtet ihr nicht mehr aufhören. Es geht so einfach.

Was muss ich beim Bearbeiten von PappArt Paper Clay beachten?

PappArt Paper Clay fühlt sich ganz leicht seifig an – sehr angenehm und die Hände trocknen nicht aus. Er bleibt lange feucht und lässt sich daher auch noch nach ein paar Stunden (je nach Schichtstärke) leicht korrigieren und bearbeiten.

Hände und Werkzeuge können einfach mit warmen Wasser abgewaschen werden.

Die Trocknungszeit ist ziemlich lang ( für die Ungeduldigen unter euch ganz wichtig). Gebt dem PappArt Paper Clay die Zeit zu trocknen. Ich habe ausnahmsweise mal nicht versucht, den Trocknungsprozess mit Haartrockner oder Heizung zu forcieren. Es dauert schon mal ein paar Tage bis eure Arbeit durchgetrocknet ist.

Die Trocknungszeit unbedingt einplanen, wenn ihr z. B. ein Weihnachtsgeschenk basteln möchtet.

Beim Trocknen schrumpft das Material minimal. Umhüllt man z. B. Styroporkugeln, sollte man darauf achten, das die Ansatzstellen ausreichend Masse haben und gut zusammengedrückt sind.

Mein Tipp:

Gerade bei Figuren können angesetzte Teile beim Trocknen einen winzigen Riss entwickeln. Ich habe die besagten Stellen mit einem Pinsel wieder angefeuchtet (geht prima) und mit verdünnten PappArt Paper Clay (also wie eine Spachtelmasse) zugestrichen.

Große Risse wie bei einigen anderen luftrocknenden Modelliermassen entstehen jedoch nicht.

So jetzt zeige ich euch, wie ich wunderschöne Lichtkugeln gebastelt und was ich sonst noch alles ausprobiert habe:

Lichtkugeln – weihnachtlich dekoriert
Warme Lichteffekte für die Wohnung

Welches Material benötigt ihr für die Lichtkugeln aus PappArt Paper Clay?

  • PappArt Paper Clay
  • Teilbare Plastikkugeln mit einem Loch für die Lichterkette
  • alte Häkeldecke
  • Silikonmolds und / oder Silkontexturmatten
  • Stempel
  • Strohhalm, Filzstiftkappe (alles was klein und rund ist)
  • Modellierwerkzeug
  • Frischhaltefolie
  • Sprühflasche mit Wasser
  • Teigrolle
  • Lichterkette und Batterien

Plastikkugel zusammensetzen und mit einer nicht zu dicken Schicht PappArt Paper Clay umhüllen (soll ja noch etwas Licht durchscheinen). Das Loch natürlich freilassen.
Im feuchten Zustand hat so eine Kugel ja etwas von einem Schneeball.

Kugel in das Häkeldeckchen hüllen und überall gut andrücken. Wenn ihr keine Häkeldecke habt, tut es auch jeder andere strukturierte Stoff wie ein Strickpullover, grobes Leinen oder Rupfen. Probiert einfach aus.

Oder legt die Silikon-Texturmatte vorsichtig über die Kugel und drückt sie ebenfalls an. Hier hat es sich herausgestellt, dass es besser ist mit dünneren Matten zu arbeiten.

War das Basteln mit Stoff und der Texturmatte etwas anspruchsvoller ist diese Idee ganz hervorragend geeignet um mit Kinder Lichtkugeln zu basteln. Einfach mit Strohhalmen, Filzstiftkappen oder ähnlichen kleine und große Kreise eindrücken. Schön eignen sich auch kleine Ausstechförmchen:

Lasst jetzt einfach eure Kugeln trocknen – ich habe sie auf alten Briefumschlägen trocknen lassen – das geht erstaunlicher Weise ganz gut und klebt auch nicht fest. Immer mal wieder wenden in der Trocknungsphase.

Ich habe die Kugeln nicht bemalt, da ich zum einen nicht so der Glittertyp bin und zum anderen möchte ich die Kugeln das ganze Jahr über dekorieren können. Denkt jedoch daran, dass bemalte Stellen weniger durchscheinend sind.

Auf welchen Materialien hält PappArt Paper Clay noch ?

Dass PappArt Paper Clay auf Plastik hält, dürfte jetzt klar sein. Um zu testen, worauf er noch so hält habe ich diese Katzenfigur aus Zahnstochern, Styroporkugeln und Aludraht zusammengesetzt.

Hier seht ihr die Unterkonstruktion – das linke Bein ist schon mit PappArt Paper Clay umfüllt.

Leider kann ich euch die fertig umhüllte Form nicht zeigen – das Foto ist verblitzdingst – aber PappArt Paper Clay hält auf all den verwendeten Untergründen. Lediglich die Ansätze gewegten sich beim Trocknen minimal auseinander. Bei der nächsten Figur habe ich noch besser darauf geachtet, diese dichter zu verstreichen. Das hat geholfen.

Zuerst malte ich die Katze mit Aquarellfarbe kunterbunt an. Gefiel mir aber nicht. Auch wenn meine Bilder oft total bunt sind, ziehe ich bei meinen Figuren einen anderen Look vor. Also habe ich die Farbe mit Gesso übermalt, dann die ganze Figur mit Bister eingesprüht, nach dem Trocknen mit Easy Varnish betupft (Bister ist wasserlöslich und wird dadurch vorm Wegwischen geschützt) und dann mit Glamour Metallic von pentart ganz dünn gewischt. Diese Schichttechnik hat zu einem ganz eleganten Metallook geführt:

Metallisch geht es auch im nächsten Versuch weiter…

Wie bastelt man Pappmache-Flaschen-Figuren?

Das ist im Grund ganz einfach – es reicht eine kleine oder große Flasche, Aludraht und Alufolie, etwas Klebeband und natürlich PappArt Paper Clay.

  • Formt mit dem Aludraht ein Grundgerüst und klebt die Drahtteile mit etwas Klebeband zusammen
  • Modelliert mit Alufolie den Körper
  • Steckt dann den Körper auf die Flasche – eventuell mit etwas Klebeband sichern
  • Umhüllt die gesamte Figur mit PappArt Paper Clay
  • Silikonstempel mit etwas Wasser ansprühen und auf die Form drücken. Das Wasser verhindert, dass der Stempel mit dem PappArt Paper Clay zusammenklebt.
  • Figur gut trocknen lassen
Diesmal habe ich mit blaugrünen Bister gearbeitet ohne mit Gesso zu grundieren. Dann nur noch mit Glamour Metallic abgetupft.

Hält PappArt Paper Clay auch auf Papier?

Ja, das geht sogar richtig gut. Hier habe ich etwas PappArt Paper Clay in flache Moulds gedrückt und etwas trocknen lassen, so dass ich sie besser entformen konnte. Anschließend befeuchtete ich die Rückseite der Blumenformen mit Wasser und platzierte sie auf Aquarellpapier. Die Übergänge zum Papier habe ich mit dem Modellierholz angedrückt.

Ihr habt bis hierhin durchgehalten? Ich bin so stolz auf euch!

Jetzt noch schnell mein Fazit und dann geht es mit Teil 2 weiter:

Mit PappArt Paper Clay ist wirklich kinderleicht und daher auch für Erwachsene und Kinder gleichermaßen geeignet. Alle, die gerne modellieren und gerne mit Pappmache basteln, werden PappArt Paper Clay. Mit gefällt, dass er sofort benutzbar ist und sich gut in der verschlossenen Dose hält. Neben Powertex wird PappArt Paper Clay wohl eins meiner favorisierten Modelliermassen werden.

In Teil 2 erfahrt ihr, was ihr beim Gestalten einer Schale beachten solltet.

Hinweis: Einige Materialien habe ich in einen weiteren Online-Shop verlinkt um euch das lange Suchen zu ersparen – auch hier ist es wieder der Shop einer Freundin und auch dafür erhalte ich keine Zuwendung.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Hallo Christel,
    ich bin mir da unsicher. Sicherlich können mehrere Schichten (mit jeweils 2 Tagen dazwischen Trocknungszeiten) hilfreich sein. Ob damit aber eine dauerhafte Wetterfestigkeit erreicht wird, kann ich nicht sagen. Aber der Gedanke ist gut. Vielleicht mache ich mal mit verschiedenen Materialien einen Testlauf.

    Danke für den Imput!

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende

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  2. Christel sagt:

    Sehr interessantes Material. Kann man es mittels Lack auch außentauglich machen ?LG

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